Ferienlagerbericht aus dem Schweriner Ferienlager von Nicole A.

Hallo!!

Leider weiß ich auch nicht mehr genau in welchem Jahr ich in dieses Ferienlager fuhr. Aber es müsste im Sommer 1987 oder 1988 gewesen sein. Ich bin im Dezember 1977 geboren, und war demnach 10 oder 11 Jahre alt. Mehrere Kinder wurden damals von Wittenberge (Perleberger Straße) aus in das Ferienlager gebracht. Der Fahrer hieß Herr Thiede und wir fuhren in einem grünen B 1000 (Barkas). Unterwegs sammelten wir dann noch einige Kinder ein, bis das Auto voll war.

Auf dem Gelände (gegenüber und parallel zum Speisesaal) standen direkt am Wald unsere Zelte. Sie boten Platz für 4 Kinder. Sie waren blau und hatten ein richtiges Fundament aus Beton. Jedes Zelt war mit 4 richtigen Betten und einem Schrank ausgestattet. Der Schrank stand am Ende des Mittelganges im Zelt.

Oft hatte man Pech und ungebetene Besucher mit im Bett (Spinnen, Käfer usw.) In diesen Zelten schliefen vor allem die Mädchen. Die Jungen hatten riesige Zelte (mit Doppelstockbetten) für 16 Personen. Die waren auch nicht blau, sondern grünlich. Es gab sogar einen Wettbewerb im "Ordnung halten im Zelt". Wie der Name genau war, weiß ich leider nicht mehr. Das Zelt wurde auf gemachte Betten und Ordnung im Schrank hin kontrolliert. Unser Zelt kam sogar unter den ersten 3 Plätzen.

Der Preis: eine Bootsfahrt auf dem Alt Schweriner See. Die Siegerehrung fand beim Fahnenappell statt.

In den Baracken wohnten die Kinder aus der CSSR. Ich erinnere mich noch gut an einen Jungen der Honda oder so hieß. Er war sehr beliebt bei seinen Landsleuten und so was wie eine Art Anführer gewesen.

Wir gingen oft an den See zum Baden oder spielten Volleyball am See. Es gab natürlich auch ein Neptunfest. Ich kann mich an die Vorbereitungen der Betreuer erinnern. Es wurden Urkunden gebastelt und die Ränder mit Feuerzeugen abgebrannt. Außerdem durfte ein Siegel aus rotem Kerzenwachs nicht fehlen. Aber es wurden immer nur besonders freche oder auffällige Kinder ausgewählt, die dann getauft wurden. Aber wie die das so hinbekommen haben, war schon toll. Allein, wie König Neptun aussah. Echt schön bemalt.

Einmal fand sogar eine Modenschau statt. Wir waren alle aufgeregt und bastelten an so manchem Kostüm. Ich bekam von unserer Betreuerin Peggy aus Perleberg einen schwarzen Badeanzug und einen schwarzen Blazer dazu. Ich bekam die Startnummer: 5. Die Nummer war auf ein zackig ausgeschnittenes Pappschild mit lila Umrandung geschrieben. Ich ging durch den Hintereingang rein und war total aufgeregt.

Im Speisesaal waren die Tische in der Mitte aufgebaut, auf denen wir gehen sollten. Dieser Honda machte auch mit, ich weiß aber nicht mehr als was. Ich bekam jedenfalls den 3. Platz. Der Preis war nicht so der Hit, aber immerhin eine "Schlagersüßtafel" (Vollmilchschokolade mit Erdnüssen).

Die Lagerleitung und die Betreuer waren die Jury. Ich kann mich gut an den Speisesaal erinnern. Es war morgens, mittags und abends immer ein großer Lärm dort. Ich glaube es gab morgens immer Marmeladenbrötchen und Tee. An der Eingangstür des Speisesaals war ein Briefkasten aus Holz befestigt. Wir wurden gebeten die Post für zu Hause dort einzuwerfen. Einmal hatten wir auch Kino im Speisesaal. Ein Mann oder zwei, kamen und bauten alles auf. Die Vorhänge wurden zugezogen und im Dunklen guckten wir dann einen Film auf der Leinwand. Leider weiß ich nicht mehr, was das für ein Film war. Vielleicht "Hase und Wolf" ?? Zeichentrick ?? keine Ahnung.

Nach dem Mittagsschlaf wurde immer die Post verteilt, die von den Eltern geschickt wurde. Jeder der keine Post erhielt, war immer kurz traurig. Auf dem Gelände standen eines Tages sogar Pferde. Wir sollten ihnen Zucker von der flachen Hand geben. Aber ich traute mich natürlich nicht. Ansonsten spielten wir auch mal Federball. Die 2 Wochen vergingen wirklich schnell. Abends im Bett, sangen wir oft das Lied "Sag mir wo die Blumen sind".

Unsere Betreuerin Peggy aus Perleberg, machte Fotos und versprach, mir welche zu schicken. Das tat sie nie. Echt schade. Ich erinnere mich an Namen wie Diana, Babette, Kevin. Einen Betreuer hatten wir auch. Den Namen weiß ich leider nicht mehr. Der musste abends immer noch zu uns ins Zelt kommen. Er lehnte sich dann immer gegen den Schrank und erzählte noch kurz mit uns. Das Zelt der Betreuer war gleich neben unserem.

So, das erstmal zum Ferienlager. Vielleicht meldet sich ja mal jemand.

    

                            Viele Grüße - Nicole aus Wittenberge / Hamburg.

Wart Ihr auch in diesem Ferienlager oder habt Ihr Hinweise oder wollt Ihr Kontakt mit Nicole aufnehmen, weil Ihr meint Sie zu kennen,

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Ferienlagerbericht aus dem Schweriner Ferienlager von Oliver


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